Hengsthaltung

Immer diese Hengste

Hengste haben in Deutschland einen schlechten Ruf. Nichts von alledem ist richtig. Hengste sind die besseren Pferde. Hengste müssen gebraucht werden. Zum Reiten, zum Decken, als Herdenchef, sind sie täglich intensiv im Einsatz. Jeder dieser Hengste geht jährlich bis zu 8.000km . So sind sie ausgeglichen und dem Menschen in Allem zugetan. Krieg machen Menschen, Hengste vertragen sich!

Seit 20 Jahren hält der FRZ-Muldental Hengste. Anfangs gab es eine Hengstherde mit bis zu 15 Hengsten aller Altersstufen. Seit der Tierschutzfall Orkan bei uns eingezogen ist, sind daraus zwei Herden geworden.

10 erwachsene Hengste stehen in einer Herde. Diese Pferde werden täglich geritten. Drei von ihnen fungieren auch als Deckhengste. Nach dem Deckakt gehen sie wieder zurück in ihre Gruppe. Sie stehen das ganze Jahr ohne Ausnahme draußen. Sie leben auf Koppeln mit mehr als 1 ha Fläche mit natürlichem Wind- und Wetterschutz und zumeist einer natürlichen Wasserstelle. 

Die zweite Herde besteht aus Junghengsten von 0,5 bis 3 Jahren. Orkan (19) betreut als großer Onkel die Jungtiere. Aufgrund seiner komplizierten psychischen Verfassung, kommt Orkan nur mit jungen Pferden zurecht. Damit er eine Aufgabe bei uns hat, haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. Auch diese Herde steht, bis auf wenige Tage im Jahr, draußen.

Auf neuen Koppeln sind sie ausgelassen und toben gern miteinander. Außer einem gelegentlichen Anbluffen passiert nichts. Von Streitigkeiten keine Spur. Männer halt mal unter sich.

Und danach wird die Koppel noch einmal gründlich inspiziert. 

Große Koppeln sind das A&O für eine funktionierende Herdendynamik.

Hengstherden benötigen durch den hohen Bewegungsdrang größere Weideflächen als Stutenherden.

 

Auch im Winter sind unsere Tiere Tag und Nacht auf der Weide.

Sie haben fließend Wasser durch einen Bachlauf und bekommen alle zwei bis drei Tage einen neuen Heuballen.

Durch die Umwelteinflüsse werden die Hautmuskeln geschult. Sie können bis zu drei cm dick werden.

Diese Muskeln wärmen das Pferd und sorgen für die Aufrichtung der Haare bei Windeinfluss.

 

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